Bernd Rosenheim

Foto: Peter Zöller

Bernd Rosenheim (* 1931 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Bildhauer, Maler, Autor und Dokumentarfilmer. 

Sein breites künstlerisches Schaffen umfasst Grafik, Malerei, Skulpturen, Wandmalerei und Glasfenster. Seine Großplastiken, Wandmalereien und Glasfenster findet man im öffentlichen Raum, in Kirchen, Krankenhäusern, vor großen Verwaltungsgebäuden, Rathäusern oder in Parks.

Bernd Rosenheim lebt und arbeitet in seinen Ateliers in Deutschland, Irland und in der Schweiz.

Ab 1948 studierte Rosenheim Illustration, Wand- und Glasmalerei, Kunsterziehung, Kunstgeschichte, Geschichte, Archäologie und Philosophie an den Hochschulen und Universitäten in Offenbach, Frankfurt a. M., Gießen und Kassel. 1956 bis 1957 war Bernd Rosenheim mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Rom. Er bereiste West- und Südeuropa, Süd- und Ostasien, Mittel- und Südamerika sowie Ägypten.

Bernd Rosenheim ist angesichts der stilistischen Breite und Vielfalt der Metiers eine singuläre Erscheinung in der modernen Kunst. 

Sowohl im plastischen als auch im malerischen Werk sind verschiedene Phasen erkennbar, die von der expressionistisch gebrochenen Figur über geometrische und gestisch-reduzierte Abstraktionen wieder zur Figur führen.

Seine Grafiken, Malereien und Skulpturen wurden bereits in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Holland, England, Irland, den USA, Israel, Indien, Sri Lanka und China ausgestellt. Neben Buchillustrationen, Wand- und Glasmalerei widmet sich Bernd Rosenheim der Kunstgeschichte, Geschichte, Archäologie und Philosophie. Im In- und Ausland hielt er Vortragsreisen über außereuropäische Hochkulturen.

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Joy

Digitalgraphik, 2016.

„Im Laufe der Zeit entstanden hunderte von Skizzen, welche ich niemals in große Werke der Malerei oder Skulptur verwandeln könnte. Aus diesen Skizzen entwickelte ich in den letzten Jahren Miniaturzeichnungen, aus denen dann eigenständige Werke als handsignierte Digitalgrafiken entstanden. Viele von ihnen wurden zum Ausgangspunkt für monumentale Bilder, teilweise als öffentliche Kunstwerke.

In den letzten Jahren beschäftigen sich die Motive dieser Bilder mit der menschlichen Figur, hauptsächlich dem Kopf als dem aussagekräftigsten Teil, dem deutlichsten Ausdruck des Menschen.“

Edelstahl. 2008. Überlebensgroß.

Aufgestellt vor dem ehemaligen Rosenheim-Museum in Offenbach am Main.

Es scheint sich um einen jungen Stier zu handeln, der Kopf ist recht schmal, einzig die respektablen Hörner schrecken ab. Am Hals und Hinterkopf aber markieren übereinander geschobene Streifen den gepanzerten Übergang zum Rumpf, der wie eine einzige, menschengestaltige Rüstung wirkt. Rosenheim interpretiert den Minotaurus weniger als menschenfressendes Ungeheuer denn als stillen Beobachter der Menschen.

Öl auf Hartfaser. Fließtechnik. 1961 Nach dem Auftrag von Farbe hält Rosenheim die Leinwand hoch und wendet sie in verschiedene Richtungen, um Farbspuren in Bewegung zu setzen, deren Verläufe wir nun sehen: „Ich male mit der Schwerkraft.“

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