Einäugige Pallas

Werkverzeichnis0292
Jahr1987
TechnikAcryl auf Papier
Maße80 × 80 cm
Signaturu. l. bez., r. sig., dat.: Einäugige Pallas, Rosenheim 87

Einäugige Pallas, Zeichnung, Bleistift und Acryl auf Papier

Die Schutzgöttin der Athener wird von Rosenheim in charakteristischer Weise verwandelt. Wieder sind es Rüstung und Auge, die ihn interessieren. Den Beinamen „Pallas“ trug Athene, nachdem sie versehentlich im Schwertkampf ihre Freundin Pallas getötet hatte. Besonders die mit Panzer, Schild und Helm gerüstete Athene nennt man Pallas Athene. Homer nennt Athene „eulenäugige“, weil sie helle Augen hat. Ein solches Auge ist hier zu sehen, helles Grün rahmt eine nach Art der Eulen geschlitzte Pupille, die von Schwarz in Violett übergeht. Zartes Violett und auch Rot ist an den Lippen der Göttin zu erkennen; ohne diese Andeutung von Fleisch und Blut sähe der Kopf eher nach dem eines Roboters aus.

Andere Versionen

Einäugige Pallas. Kaltnadelradierung. 1987.

Einäugige Pallas, Druckgrafik, Kaltnadelradierung

Relief, Mischtechnik. Aluminiumguss und Bleistift. 1989.

Einäugige Pallas, Frontalansicht, Relief, Aluminiumguss und Bleistift

Das Aluminiumrelief kombiniert Metallguss für den massigen Helm und Bleistiftzeichnung für das Gesicht, den Hintergrund bildet das kreiselnd gebürstete Metall. Diese spiegelnden Bürstenspuren überziehen das ganze Relief, sie bewirken eine gewisse Vereinheitlichung, wie im Acrylbild die wolkigen Aquarellschlieren. Gemeinsam ist beiden Versionen die asiatisch anmutende Form des blinden Augenpaares. In Kenntnis der gemalten „Pallas“ überrascht, wie flach das zentrale Auge ist; es ist bei weitem nicht so rund herausgearbeitet wie im Holzrelief Großer Bruder Polyphem. Umso aggressiver tritt der Nasenbügel hervor, scharf und schmal ragt er aus der Grundfläche.

In späteren Jahren zweimal wieder aufgenommen:

Einäugige Pallas, Zeichnung, Tusche über Farbradierung

Tusche über Farbradierung. 1989.

Einäugige Pallas, Digitalgrafik

Digitalgrafik. 2010.