Rosenheim hat den Mythos von Zeus und Europa über sechs Jahrzehnte immer wieder aufgegriffen und die Gewichte dabei verschoben: mal steht der Gott im Zentrum, mal die junge Frau. Schon eine Radierung von 1957 erprobt das Zusammenspiel von zarter Erotik und einem Stier mit menschlichen Zügen; 1993 lässt er im Zeus allein die fließende Farbe den Götterkopf bilden. Das Gemälde von 2011 ist die Summe dieser Überlegungen, bis hin zur Karte des Kontinents im Hintergrund, die die Entführung ankündigt.
| Werkverzeichnis | 0642 |
|---|---|
| Jahr | 2011 |
| Technik | Acryl auf Leinwand |
| Maße | 190 × 235 cm |
| Signatur | u. l. sig., dat.: Rosenheim, 2011 |
Ausführlich besprochen in Bernd Rosenheim — Malerei (Hirmer 2026), Kapitel Europa.
Vorzeichnung:
Zwischenzustand 1:
Zwischenzustand 2 im Vergleich mit Endzustand:


Vorstudien und Variationen
Europa und Zeus. Digitalgrafik. 2009.
Europa auf dem Stier. Digitalgrafik. 2009.
Europa. Tusche über Farbradierung. 50x60cm. 2009.
Schon im künstlerischen Frühwerk, vor einem halben Jahrhundert, hatte Bernd Rosenheim an dem Sujet der Europa gearbeitet.
Europa. Lithographie. 1957.






